| Die
Queen am Rhein -
die größte Orgel englisch-romantischer Klangprägung auf euro- päischem Festland in der Heilig-Kreuz-Kirche zu Bonn-Limperich |
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Die Rede ist von einer Orgel, errichtet im Jahre 1906 von der renommierten englischen Orgelbaufirma Binns und mit 3 Manualen und 30 Registern ein stattliches Instrument dieser Epoche, grundtönig in der Disposition und romantisch im Klangcharakter. 1994 wurde die Orgel, die in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts umgebaut wurde, Opfer der Sparmaßnahmen der englischen Kirche und wurde demontiert. So fand sie der Wuppertaler Instrumentenhändler Andreas Ladach in Einzelteilen vor, erstand das Instrument und lagerte es in seinem „Firmengebäude“, der ehemaligen Trinitatiskirche von Wuppertal-Elberfeld, ein. Kurze Zeit später wurde die Katholische Kirchengemeinde „Heilig Kreuz“ auf diese Orgel aufmerksam. Da die bisherige Orgel weder technisch noch liturgisch die Bedürfnisse der Gemeinde mehr decken konnte und ein totaler Neubau aus finanziellen Gründen nicht in Frage kam, folgte die Gemeinde unter den Vorsitz von Pfarrer Schäfer dem Rat des Orgelsachverständigen des Erzbistums Köln Eckard Isenberg, sich den guten Grundbestand der Orgel zu Nutze zu machen und diesen als Basis zu nehmen für ein neues Instrument. Jedoch – architektonisch gesehen sind Orgel und Kirchraum so verschieden, wie sie nur sein können. Auf der einen Seite die Orgel aus der Zeit der Jahrhundertwende mit neogotischer Ornamentik und kunstvollem Schnitzwerk, auf der anderen Seite die schlichte Ästhetik des in den 1970er Jahren errichteten Kirchenraumes, der in seinen Grundzügen eher einem frühchristlichen Bauwerk aus romanischen Zeiten gleicht. Es galt nun, das Unmögliche möglich zu machen und die historische Formensprache so in den Raum zu integrieren, dass das Instrument nach aussen hin das zeigt, was es auch im Innern ist: etwas Neues, erschaffen aus existierendem Material. Diese Symbiose zu schaffen zwischen dem Alten und dem Neuen war auch Kernpunkt der Ausschreibungen. Es kam ein Entwurf heraus, der die essentiellen historischen Gehäuseteile in einen Kontext stellt zu schlichten Stilelementen moderner Formensprache, quasi ein „Dialog der Verschiedenheiten“. Dieses Projekt ist viel mehr als „aus alt mach neu“,
viel mehr als eine Wiederverwertung aus Kostengründen. Ein historisches Werk, neu interpretiert für den Kirchraum zu Bonn-Limperich.
Ein sehr spannendes Kapitel war die Studienreise von Oliver Schulte und
Sonja Füßmann für eine Woche quer durch England. Die eine zur Verfügung
stehende Woche war vollgepackt mit Besichtigungen historischer Instrumente,
darunter auch Binns-Orgeln, und dem Austausch mit englischen Orgelbauern, wie
z.B. Mark Venning, Geschäftsführer von Harrison & Harrison und ehem.
Präsident der ISO oder Orgelbauer David Wood of Huddersfield, der uns Zugang
verschaffte zu den originalen Archiven der Fa. Binns! Eine Bericht und noch viel mehr Fotos finden Sie auf www.binns-schulte-orgel.de .
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Bildergalerie | ||||||