Die Roetzel-Orgel zu Herkenrath-Bärbroich von 1821  

 

 

Trotz der Umarbeiten, die die Orgel des bergischen Orgelbauers Christian Roetzel (1776-1867) aus dem Jahr 1821 in den 1970 Jahren über sich ergehen lassen musste, ist noch einiges an alter Substanz erhalten.

Ursprünglich für die Pfarrkirche St. Antonius Abbas in Herkenrath errichtet, wurde sie 1973 wenige km entfernt in die Kirche zu Bärbroich umgesetzt.

Da die Orgel eigentlich für eine Empore konzipiert war, schienen ihre Proportionen nicht ganz stimmig.

Dies wurde nun behoben, in dem wir das Werk auf einen ca 20cm hohen Sockel gesetzt haben, was der Orgel optisch einen stimmigeren Eindruck verleiht. Dies ermöglichte auch die Erweiterung um einen Subbass 16' ohne Eingriff in die alte Substanz. Das Pedal war bis dato angehangen.

Besonderes Augenmerk wurde auf das Gehäuse gelegt. Die deutlichen Reste der Abbeizarbeiten aus den 70ern wurden entfernt und das Gehäuse mehrmals mit Bienenwachs behandelt. Das Ergebnis ist selbst für Laien deutlich erkennbar. Ausserdem wurden diverse Elemente in Absprache mit dem Denkmalamt von uns vergoldet.

Des weiteren wurde die neobarockisierte Intonation revidiert, um dem ursprünglichen Klang wieder nahe zu kommen. Der Prinzipal 8', seit den 70ern nur im Diskant, erhielt wieder den Bassbereich dazu.

Die Disposition lautet nun:

Manual

Prinzipal 4'
Prinzipal 8'
Gedac[t] 8'
Gamba 8'
Quintadena 8'
Quinte 3'
Gedecktflöte 4'
Oktave 2'
Terz 1 3/5'
Mixtur 3f.
Trompete 8'

Pedal

Subbass 16'

  Bildergalerie

       

       

       

       

 

     

Noch Fragen zu diesem Projekt?