Fast 3.000 Euro Reinerlös und über 340 Besucher – dies sind die trockenen Daten des Werkstattkonzertes 2004.

Alles andere als trocken ging es während des Konzertes zu. Wer die mittlerweile zur Institution gewordenen Werkstattkonzerte, der weiß um das bunte Programm, dass auch dieses Jahr wieder geboten wurde.

Der Reinerlös ging dieses Jahr an eine Aktion des Erzbistums Köln, die es Kinder aus ärmeren Regionen der Welt ermöglicht, zum Weltjugendtag 2005 nach Köln zu reisen, an die Organisation für Kinder in Afghanistan "Spinboltak" und an den Tierschutzverein Rhein-Berg. 

 
Rolf Müller, Domorganist zu Altenberg, eröffnete den Reigen standesgemäß mit Orgelmusik und zeigte, dass selbst eine kleine Orgel für kurzweilige Orgelliteratur geeignet ist.

 

Anschließend bewies der Werkschor „Die 2 lustigen 3“, bestehend aus Josef Potthoff, Intonateur der Firma, Oliver Schulte und Siegfried Schulte selbst, auch bei solch profanen Angelegenheiten wie dem Öffnen einer Paranuss seine handwerkliche Kompetenz.

 

Es wurde jazzig: Bruno Danzeglocke, Lehrling der Firma Schulte, am Saxophon „jammte“ zusammen mit Oliver Schulte am Klavier zu Dave Brubeck’s „Take Five“.

 

 

 

 

 

Mit Gesang ging es weiter: zuerst gab der MGV Herweg stimmgewaltig mehrere Chorstücke zum Besten und machte danach für den Tenor Heiner Hüpgen Platz, einfühlsam begleitet von Wolfgang Rabe am Klavier.
 

Bevor die Kölner Kultband „Die Büggele“, mittlerweile Stammgäste beim Werkstattkonzert, wie immer mit Charme und Esprit das Publikum zu Begeisterungsstürmen bewegte und anschließend in die Pause entließ, zeigte der ebenfalls mittlerweile zum Stammgast avancierte 1. Klarinettist des Kölner Rundfunksinfonieorchesters Willi Rupp, dass er sein Instrument wahrlich brillant beherrscht!

 

 
Nach der wenngleich auch leicht verregneten, so doch auch sehr nahrhaften Pause (Kölsch & Koteletts), ging es gleich humorvoll weiter: Willibert Pauels, besser bekannt als „Ne Bergische Jung“, knüpfte mit seiner unnachahmlich-natürlichen Art des rheinischen Humors mühelos an der guten Stimmung Ende des ersten Teils an.

 

Nun wurde die Bühne wieder fast zu klein: das Mandolinenorchester „Bergesklänge“ aus Overath-Hurden, geleitet von Wolfgang Dresbach, präsentierte einfühlsam den reizvollen Klang ihrer Mandolinen. Gerade auch die feinfühlige Begleitung der beiden Solisten Manfred Rahier (Bariton) und Siegfried Schulte (Tenor) erwies sich musikalisch als äußerst gelungen.

 

In den folgenden Nummern nun musste Oliver Schulte innerhalb kürzester Zeit gleich mehrere Rollen in sich vereinen – nicht nur als „verkappter“ Grönemeyer, dem es aufgrund des beherzten Eingriffes des firmeneigenen „Security – Teams“ (in Form zweier Azubis) mehrmals nicht wirklich gelang, seine neuesten „Kompositionen“ zu präsentieren.

 


Dies quittierte auch Bechen’s eigener Herbert-Knebel-Verschnitt (ebenfalls Oliver Schulte) mit teils deutlichen Sprüchen.

Danach hieß es für Oliver Schulte: Vom Comedy zur Klassik – zwei Preludes von Debussy gab er als Klaviersolo zum Besten.

 

 

Daraufhin betrat Arthur Horvath die Bühne und bot zwei luftig-lockere eigenkomponierte Lieder, sich selbst an der Gitarre begleitend.

 

Das Programm neigte sich dem Ende und der heimliche Höhepunkt wurde erreicht, als der Musicalstar Denis LeGree die Bühne betrat und mit „The Greatest Love“ das Publikum verzauberte.

 

 

Zuletzt zeigte Willi Rupp, dass er nicht nur das klassische Metier beherrscht, sondern auch „das zweite Herz“ des Swing in seiner Brust schlägt.

„Im ersten Jahr des Werkstattkonzertes dauerte es eine Stunde, im zweiten zwei Stunden, im dritten Jahr wurden es drei... willkommen zum sechsten Werkstattkonzert!“

So begrüßte der auch diesmal wieder mit schelmischem Witz durch’s Programm führende „Bariton aus Leidenschaft“ Manfred Rahier die Gäste.

Es wurden zwar „nur“ vier Stunden, doch das abwechslungsreiche Programm ließ keine Minute Langeweile aufkommen.

Bleibt zu erwähnen, dass wir uns ernsthaft Gedanken machen müssen, unsere Produktionsstätte zu erweitern – nicht zur Steigerung der Arbeitseffizienz, sondern aus dem einfachen Grund, die immer noch steigende Zuschauerzahl unterzubringen!