Ein weiteres Feld, was in den letzten Jahren neben
der Restaurierung historischer Instrumente immer mehr in den Vordergrund gerät
ist die Umstrukturierung bestehender Instrumente. Für Gemeinden, denen der Erwerb einer neuen
Orgel objektiv
unmöglich wäre, ist dies oft ein absolut legitimer Kompromiss.
Dabei ist uns die nicht unerhebliche Verantwortung
gegenüber dem Instrument durchaus bewusst - zu viel ist in den letzten
Jahrzehnten unwiederbringlich verloren gegangen durch unüberlegte Maßnahmen!
Doch es stellt sich immer öfter heraus, dass etliche Orgeln gerade der 50er - 70er
Jahre heutzutage Schwachstellen aufweisen, denen man nur mit einem konsequenten
Einschnitt beikommen kann. So kann bereits durch einen Austausch der
existierenden Aluminium - Traktur durch eine Holztraktur nach heutigem
Maßstab eine Orgel enorm
aufgewertet werden.
Aufwändig aber lohnenswert ist dabei
sehr oft eine grundsätzliche Anpassung der Intonation - und gerade bei solchen
Details pflegen wir einen guten Kontakt sowohl zu Orgelsachverständigen, als
auch zu den jeweiligen Denkmalbehörden.
Aktueller denn je: die grundlegende
Überarbeitung der Elektrik, die nach den Jahrzehnten verschlissen ist,
oftmals verbunden mit dem Einbau eines modernen Setzersystems. Voraussetzung wie
immer ist auch hier ein technisch guter Zustand der restlichen Orgelanlage.
Etliche Orgeln wurden bereits von uns
"reorganisiert". Das Ergebnis erstaunt jedes Mal auf's Neue, was mit
etwas Mühe und dem nötigen Know-How aus einem Instrument
"herausgekitzelt" werden kann!